
Unser Verein ändert seine Organisationsform
Liebe Freunde,
auf seiner gestrigen Jahreshauptversammlung haben die anwesenden Mitglieder einstimmig beschlossen, den Schwedisch-Deutschen-Freundschaftsverein (Svensk-Tysk-Vänförening) zum 31. Dezember 2010 aufzulösen.
Was waren die Gründe hierfür? Obwohl der Verein, mit seinen bis zu 150 Mitgliedern, in den letzen Jahren ausgesprochen erfolgreich tätig war, ist er letztlich an der Organisationsform „Verein“ gescheitert. Der größte Teil unserer Mitglieder waren Deutsche, die sich nur zeitweilig in Schweden aufhielten. Das bedeutete letztendlich, dass für den Vorstand nur Personen in Betracht kamen, die dauerhaft in Schweden leben. Da der amtierende Vorstand aus privaten und beruflichen Gründen sich nicht in der Lage sah, erneut zu kandidieren, konnte kein neuer Vorstand gebildet werden. Der Versuch im letzten Jahr, den Verein mit einem Vorsitzenden, Dirk Groß-Loheide, dessen Lebensmittelpunkt in Deutschland lag, zu retten, scheiterte letztendlich. Unsere schwedischen Mitglieder wollten den Verein nicht führen, weil die Mehrheit der Mitglieder deutsch sind.
Die anwesenden Mitglieder, vor allem die schwedischen, hatten die Befürchtung, dass mit dem Ende des Vereins auch die Arbeit beendet werden würde. Viele sorgten sich vor allem um die alte, und von uns wiederbelebte Tradition des „Kråkshultsfestes“. Alle waren entschlossen, die Arbeit des Vereins, ohne Vereinsorganisation, weiterzuführen.
Wie kann es nun weitergehen? Laut Satzung fällt das Vereinsvermögen, z. Z. ca. 28.000,- SEK, bei Auf-lösung dem „Hembygdsförening Kråkshult“ zu. Vorgeschlagen wurde deshalb, dass der Schwedisch-Deutschen-Freundschaftsverein als Sektion im Heimatverein aufgehen sollte. Diese Sektion führt unsere kulturelle Arbeit mit unseren eingebrachten Mitteln weiter. Diese Organisationsform wurde auch von der Vorsitzenden des Hembygdsförening, MariAnne Larsson, unterstützt. Unser Vorstand wurde beauftragt, mit dem Heimatverein über die Aufnahmebedingungen zu verhandeln und das Ergebnis einer außer-ordentlichen Versammlung unseres Vereins im Dezember vorzulegen.
Ich halte diese Lösung für ausgezeichnet, denn sie stellt nicht nur eine praktikable Möglichkeit, sondern darüber hinaus im Sinne unseres übergeordneten Vereinszieles „Integration“ eine konsequente Weiter-entwicklung dar. Durch die hohe Akzeptanz unse-rer Arbeit in der schwedischen Bevölkerung ist es mög-lich geworden, dass wir unsere Tätigkeit in noch größerer Nähe zu den Schweden fortsetzen können. Durch die Mitgliedschaft in diesem traditionellen Verein, gegründet 1956 unter Kantor Gustaf Lindegren, haben wir die direkte Möglichkeit auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben hier in Småland Einfluss zu nehmen. Bedingung dafür ist allerdings, dass wir Mitglied im „Hembygdsförening Kråkshult“ werden. Informationen findet Ihr unter: www.hembygd.se/index.asp?lev=20634
Zum Schluss kann man sagen, dass sich die anwesenden Mitglieder über die Wehmut hinweg auf die neuen Aufgaben, zusammen mit unseren schwedischen Freunden, freuen. Für die bisher geleistete Arbeit bedanke ich mich bei allen aktiven Mitgliedern bei und meinen Freunden im Vorstand.
25. Aug. 2010
Peter Syr
Vorsitzender
SCHWEDISCH - DEUTSCHER
FREUNDSCHAFTSVEREIN
SVENSK -TYSK VÄNFÖRENING